Der Volstaed Prohibitions Act

Der Volstead Act war das landesweite Verbot der Herstellung, des Transports und des Verkaufs von Alkohol bis um 18. Verfassungszusatz der Vereinigten Staaten von 1920 bis 1933.

Der Volstead Act trat am 17. Januar 1920 in Kraft, wodurch ein landesweites Verbot aktiviert wurde. Allgemein bekannt ist der Volstead Act auch als National Prohibition Act, den der Kongress trotz des Vetos von Präsident Woodrow Wilson am 28. Oktober 1919 verabschiedete. Das Gesetz definierte, dass berauschende alkoholische Getränke für den allgemeinen Konsum verboten wurden. Der Volstead Act selbst ist in 69 Abschnitte unterteilt und definiert auf 25 Seiten das Verbot selbst einschließlich seiner gesetzlichen Grenzen und der Auswirkungen bei Verstoß gegen das Gesetz. Im Wesentlichen dreht sich alles um drei primäre Themenbereiche „Verbot berauschender Getränke“, „Regulierung der Herstellung, Verkauf oder Transport von berauschendem Alkohol“, „Die Versorgung mit Alkohol und seine Verwendung in der wissenschaftlichen Forschung, in der Entwicklung von Kraftstoff, anderen gesetzlichen Industrien und für religiöse Rituale „.

Volstead

Andrew Volstead, US Representative from Minnesota By Harris & Ewing (Library of Congress) [Public domain], via Wikimedia Commons

Prohibition wurde auch als „The Noble Experiment“ bezeichnet.

Die Abstinenzbewegung mit Ursprüngen in Irland, fokussierte sich auf die Annahme, Alkohol sei sündhaft. Die Bewegung glaubte an den totalen Verzicht auf Alkohol, um die Gesellschaft und insbesondere deren Alkoholiker zu heilen. Sie war in weitesten Sinne auch eine soziale Reform, die Alkoholkonsum als Ausdruck eines „Mangel an Tugend“ betrachtete, der für das Elend der unteren Klassen verantwortlich sei. Obwohl die Geschichte zeigte, dass es während der Prohibition tatsächlich positive Auswirkungen auf die Gesundheit einiger ausgewählter Menschen gab, die dem Alkoholkonsum entsagten, so muss statistisch dagegen die Anzahl der an Alkoholvergiftung Verstorbenen (wegen giftigem Alkohol) und der Todesfälle und Unfälle, die durch die stark angestiegenen Kriminalität ausgelöst wurden, entgegen gehalten werden.

Prohibition

New York City Deputy Police Commissioner John A. Leach, right, watching agents pour liquor into sewer following a raid during the height of prohibition. See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons

1920 wurde Alkohol verboten, und es wurde zu Beginn wenig getan, um das Gesetz landesweit duchzusetzen.

Die illegale Produktion und Verbreitung von Alkohol breitete sich 1920 rasch aus, und die Regierung hatte nicht die Mittel, um jede Grenze, jeden Fluss oder See noch jede „Speakeasy“-Bar in Amerika zu überwachen. Allein in New York stieg die Zahl der „Speakeasy“-Bars von 1922 bis 1927 von etwa 5.000 auf 30.000. Andere Schätzungen für diesen Zeitraum gehen von 30.0000 bis 100.000 „Speakeasy“- Bars aus in 1927.

Die ursprüngliche Idee, Kriminalität mit Verbot zu reduzieren, wurde tatsächlich nicht erreicht.

Die rund 2.300 schlecht bezahlten Prohibition-Agenten konnten das Verbot in den USA nicht vollständig durchsetzen. In den folgenden Jahren entwickelten sich die illegalen Geschäfte und damit das organisierte Verbrechen sehr schnell, da die Nachfrage nach Alkohol nicht nachließ. Der Schwarzhandel boomte. Allein zwischen 1920 und 1921 stieg die Kriminalität um 24%. In den 1920er Jahren stieg die Kriminalität dramatisch um 13% bei  Schweren Delikten, 81% mehr Trunkenheit am Steuer und 9% Zuwachs bei anderen Straftaten an.

Das Verbot wurde während der Weltwirtschaftskrise immer unpopulärer, besonders in den Städten.

Am 23. März 1933 unterzeichnete Präsident Franklin D. Roosevelt den Cullen-Harrison Act, um den Volstead Act aufzuheben, und die Herstellung und den Verkauf bestimmter alkoholischer Getränke wieder zu erlauben. Am 5. Dezember 1933 beendete das 21. Amendment das Verbot durch die Abschaffung des 18. Amendments. Vor allem die zunehmenden Probleme mit organisierter Kriminalität gelten als Grund dafür, dass die Menschen die Prohibition nicht mehr unterstützten, obwohl Prohibition weitere langfristige Auswirkungen auf den US-Markt hinterließ, die nicht außer Acht gelassen werden sollen.

Anti Prohibition

Contributor Kurz & Allison. Created / Published
c1888 Oct. 12. Library of Congress Control Number 2003656544, Rights Advisory No known restrictions on publication.

Langfristige Auswirkungen der Prohibitionszeit

  • Etablierung des Organisierten Verbrechens: Obwohl die Prohibition endete, die Strukturen des organisierten Verbrechens blieben bestehen. Alternative Geschäftsmodelle wie Handel mit anderen illegalen Drogen schlossen die Lücke.
  • Brauerei Landschaft: Vor der Prohibition hatte die Nation Tausende von kleineren Brauereien, in den Jahren nach der Prohibition war davon nur noch wenig übrig, insbesonders ging das Handwerk verloren. Die Craft Brewing-Industrie in den USA hatte erst in den späten 1990er Jahren einen bedeutenden Marktanteil zurück erobert und befindet sich heute noch im Wachstum.
  • Tradition der Weinherstellung: Die Rodung der Weinberge hat die Weinindustrie um Jahrzehnte zurückgeworfen bis neue Weinberge angelegt waren.
  • Biokraftstoff: Ethanol (aus Getreide) war der erste Kraftstoff, der in den 1890er Jahren in amerikanischen Autos verwendet wurde. Durch die Prohibition wurden ab 1919 viele Brennereien abgebaut und zerstört. Somit lief die Produktion von billigen Ethanol-Brennstoffen aus. Dies war insbesondere ein Kostentreiber für den Agrarsektor, der zu dieser Zeit auf Ethanol angewiesen war und auf Öl basierte Kraftstoffe wie Benzin oder Diesel umstellen musste.
  • Party Kreuzfahrten: Eine erfolgreiche Schlupfstelle der Prohibition waren Kreuzfahrten, bei denen Alkohol außerhalb der Hoheitsgewässer verkauft wurde (der Konsum auf See war nicht verboten). Beliebte Ziele waren beispielsweise Nassau auf den Bahamas oder Havanna auf Kuba.
Puck | Georgia March of Women

Marching through Georgia” / L.M. Glackens. Illustration shows a group of men and women marching under such banners as “The Lips That Touch Corn Likker Shall Never Touch Ourn”, “W.C.T.U.”, and “Carrie Nation Cadets”, with one man carrying a small barrel labeled “Vegetable Tonic”, and a large wagon labeled “Water Wagon No. 1” immediately behind the leaders, to show their support for prohibition. They are all colored blue. Library of Congress Control Number 2011647272, Rights Advisory No known restrictions on publication

2018-09-19T09:54:00+00:00